Montag, 19. Mai 2014

Eat Pray Love

Also vorweg muss ich mal sagen, dass ich Julia Roberts sehr gerne mag und ihre Filme auch gerne sehe.
Als der Film gerade rauskam war ich in einer für mich schwierigen Lage. Ich war hin und her gerissen, war unsicher, traurig, ich fühlte mich unnütz und ich wußte nicht was ich tun sollte. Ich fühlte mich inner innerlich zerrissen und konnte nicht aus diesem Gefühl raus. Ich war unruhig und konnte nicht mehr schlafen. 
In ein paar Zeitschriften hatte ich von einem neuen Film gelesen in dem Julia Roberts die Hauptrolle spielen soll. Es war eine Art Selbstfindung - sie packt ihre Sachen und verschwindet für 1 Jahr ... erst nach Italien, dann nach Indien und dann nach Bali. Überall war von Italien die Rede.

Nachdem ich mich schon fast 2 Wochen so mies fühlte wollte ich einfach nur ausbrechen ... ein Jahr weg konnte ich mir einfach nicht leisten, also überlegte ich mir kurzfristig ... ich muss einfach raus - wenigstens ein paar Tage - was soll ich tun.

Zur Wahl standen Venedig, Rom oder Paris - eigentlich wollte ich ans Meer - ohne Auto muss es halt Flug oder Zug sein. Die Anreise nach Venedig war mir dann irgendwie zu mühsam, also wurde es der Flug - der Flug nach Paris war mir zu teuer, somit wurde es Rom.
Ich wollte Eat, Pray, Love unbedingt sehen - hatte mit einer Freundin schon einen Tag ausgemacht, leider mußte sie dann absagen. Aber ich wollte ihn vor meinem Abflug noch sehen. Einen Tag vor meinem Flug (da ist der Film gerade erst 2-3 Tage davor angelaufen) ging ich somit das erste Mal in meinem Leben alleine ins Kino.
Und siehe da Liz war bei Ihrem Trip in Rom - vorher wußte ich das nicht ... aber ich fands toll, dass ich Rom gebucht hatte - ohne zu wissen dass sie auch dort war.
Ich bin auf der gleichen Bank gesessen und habe ein Eis gegessen wie es Julia Roberts tat. Die Lokle und das Wohnhaus konnte ich nicht finden - war aber danach auch nicht auf der Suche. Wahrscheinlich hätte ich die Ecke erkannt wenn ich zufällig vorbei gegangen wäre. Das war mir aber dann auch nicht wichtig. Ich wollte mich und Ruhe finden.
Ich habe die paar Tage für mich alleine in einer fremden Stadt wirklich genossen. Ich konnte zwischendurch auch an einem ruhigen Brunnen mal für mich meditieren - nicht so lange wie ich gerne hätte, da ja dauernd Menschen vorbei gegangen sind, aber es war trotzdem erholsam. Ich hatte die Pasta genossen, mir den einen oder anderen Cafe gegönnt (im Hotel war der nicht wirklich trinkbar) und ich habe - mehr oder weniger - gefunden wonach ich gesucht hatte. Einfach ein Ausbruch aus dem Alltag, von all den Sorgen, all dem Schmerz, all der ungewissen Zukunft ... dieser Kurztrip war für mich ein sehr einschneidendes Erlebnis - das erste Mal alleine mit dem Flieger auf einen Kurztripp und das ganz alleine. Da mein Flieger in der Nacht ging mußte ich mich abholen lassen - mein Papa hatte mich gerne abgeholt - trotzdem wäre mir bei diesem Trip lieber gewesen ich hätte auch die An- und Abfahrt vom und zum Flughafen für mich selbst erledigen können.
Meine Sorgen mochte und konnte ich damals mit niemanden Teilen - es war wie ein abstreifen von allem und ein Neubeginn.
Einige Sorgen waren dann wirklich weg oder weniger, aber der Rest kam danach wieder - trotzdem konnte ich nach dem Kurzurlaub damit besser umgehen. Diese innere Unruhe war weg, ich hatte wieder gelernt die schönen Dinge zu genießen und ich hätte gerne noch 2 Tage angehängt, obwohl es abends beim Essen alleine dann doch etwas langweilig war sich  mit niemanden austauschen zu können.
Als der Film dann auf DVD raus kam, mußte ich ihn natürlich gleich besorgen. Seitdem habe ich ihn bestimmt schon 4 oder 5x gesehen. Der Film selbst ist jetzt nicht wirklich der Beste aber die Geschichte hat was. Für meinen Geschmack könnte er mehr ins Detail - etwas tiefer  - gehen. Naütlrich habe ich auch das Buch dazu - jedoch habe ich bisher noch nicht wirklich die Zeit gefunden es zu lesen.
Man muß keine Welreise machen oder 1 Jahr aussteigen um etwas zu verändern. Auch Kleinigkeiten können dies Bewirken - für mich war es ein Kurzurlaub für ein paar Tage in Rom und dieser Film dazu. Jeder muss für sich etwas finden was einem gut tut - was einem hilft aus dem Moment auszubrechen.




Derzeit befinde ich mich wieder in so einer eigenartigen Phase ... diesmal gesundheitlich. Ich muss herausfinden wie ich damit klar kommen kann, wie ich damit umgehen soll und ob und welchen Weg es gibt wieder komplett gesund zu werden. Es ist nichts ernstes, aber wenn ich nicht auf mich achte könnte es das werden. Deshalb bin ich auch weniger aktiv und komme nicht zum schreiben und nähen.

Diesmal brauche ich keine *Auszeit* wobei die mir schon gut tun würde. Ich versuche mir so oft es geht ein paar Stunden für mich zu gönnen und diese zu gnießen und herauszufinden was in dieser Situation am besten für mich ist. Ich bin auf dem richtigen Weg - aber so ganz bin ich noch nicht zufrieden.

1 Kommentar:

  1. Geht es Dir gut? Da Du schon eine Weile nichts mehr gepostet hast, dachte ich, ich frage einfach mal nach. Hoffentlich findest Du für Dich genügend Zeit, um abzuschalten und Deine Freizeit genießen zu können.
    LG
    Ari

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