Mittwoch, 29. Mai 2013

Tauchen Lernen - Tipps & Tricks

Vor einigen Jahren hatte ich ein Hobby, welches ich mir immer gerne in Erinnung rufe. Im Jahr 2004 habe ich einen Tauchbericht verfasst den ich Euch hier vorstellen möchte.

Da ich mich von dem Partner getrennt habe mit dem ich getaucht bin, hat es sich auch nicht mehr ergeben zu tauchen. Es ist anstrengend und teuer ... die Flaschen sind sehr schwer, die Ausrüstung muss mitgeschleppt werden. Es ist mühsam. Das tauchen selbst ist sehr schön - wenns nicht grade ein Strömungstauchgang gegen den Strom ist (alles schon gehabt ;)). Ehrlich gesagt ich weiß nicht ob ich wieder tauchen würde - vielleicht wenn es sich ergibt, aber einen Tauchurlaub würde ich nicht machen. Mein Partner ist ein Nicht-Taucher und für mich ist es kein Problem nicht mehr zu tauchen. Somit bleiben tolle Erinnerungen. Die Interessen und Hobbys ändern sich.

Diese beiden Fotos sind mir besonders gut gelungen wie ich finde.


Folgende Fotos habe ich selbst gemacht und teilweise bei Ciao mit dem Bericht eingestellt. Da ich die Fotos nicht mehr auf meinem PC sondern irgendwo extern gespeichert habe, nehme ich die auf Ciao gespeicherten Fotos.








Ich möchte hier einen Erfahrungsbericht schreiben und keinen Bericht wie man tauchen lernen kann. Ich habe auch eine eigene Kategorie dafür angefordert, diese wurde jedoch abgelehnt und ich soll meinen Bericht in dieser Kategorie einstellen. Deshalb befindet sich der Bericht auch in der Kategorie Bericht über Tauchen mit Tipps & Tricks. Ich habe zwar im nächsten Absatz darauf hingewiesen, dass es sich hier um einen Erfahrungsbericht handelt und keinen Bericht über 'wie lerne ich tauchen' - möchte dies aber aus gegebenen Anlass nocheinmal klarstellen.

Ich möchte auf die Tauchgeräte, Tauchkurse und Risiken usw. nicht eingehen, sondern eher einen groben Überblick bzw. Erfahrungsbericht verfassen, einfach um bei Leuten die keine Ahnung vom Tauchen haben die Neugier zu wecken und die Lust wecken vielleicht auch einen Tauchkurs zu machen und es doch einmal zu probieren.

Tauchsport ist eine ziemlich kostspielige Sportart. Man muss sich die Ausrüstung kaufen oder zumindest ausborgen. Wenn man sich die Ausrüstung selbst kauft ist es eine große Anschaffung die man aber dann auch längere Zeit hat bzw. haben sollte. Dabei sollte man beachten wo man in Zukunft gerne tauchen gehen möchte. Wenn ich zB in Österreich oder Deutschland tauchen gehen möchte, kaufe ich mir bestimmt keinen 3mm Tropenanzug, weil ich da ziemlich frieren werde. Ich selbst bin von Natur aus ein Mensch der sehr leicht friert. Ich habe mir einen Tropenanzug 3mm und einen Halbtrockenen Anzug (5mm) mit Weste (5mm) gekauft. Den 3mm-Anzug nehme ich zB mit wenn ich nach Ägypten fahre, denn da ist das Wasser recht warm und da genügt dann auch der 3mm. Man kann sich natürlich auch ein spezielles Shirt darunter anziehen - gibt es ohne Ärmeln oder mit kurzen Ärmeln - dieses ist sehr eng und liegt knapp am Körper. Ich selbst kann es nicht alleine ausziehen - sondern brauche immer jemand der mir hilft es über den Kopf zu ziehen weil es so eng ist.

Ein normaler Nassanzug besteht meistens nur aus einem Anzug, manchmal ist auch eine Weste dabei und die meisten (oder alle?) haben auch eine Kapuze - die im kühleren Wasser sehr wichtig ist, da man am Kopf die meiste Wärme verliert wenn dieser ungeschützt ist und dann wird einem natürlich noch schneller kalt. Bei einem Halbtrockenen Anzug - wie bei meinem - sind die Enden (Arm- und Beinabschluss, sowie Halsabschluss) etwas enger gemacht und haben so einen Abschluss der an der Haut sehr gut haftet und wo dadurch kaum ein Wasser eindringen kann. Bei meinem Anzug habe ich allerdings das Problem, dass wenn ich ihn ohne Weste trage (also nur den Anzug selbst) trotzdem am Hals Wasser eindringt. Klar ist ein Halbtrockener Anzug - wie der Name schon sagt - nicht wirklich trocken. Natürlich kommt Wasser in den Anzug, aber sehr viel weniger als in einen Nassanzug bei dem man wirklich sofort durch und durch nass ist. Bei einer Tauchdauer von etwa 50-60min wird mir bei ca 26°C schon nach der halben Tauchdauer kalt. Da man sich ja auch nicht so viel bewegt und auch nicht so bewegen soll wie bei einem anderen Sport wie zB laufen. Für mich war es klar einen Halbtrockenen Anzug und einen Tropenanzug.

Mit dem Halbtrockenen war ich schon in Österreich in einem See bei 6°C und ich muss sagen am Körper selbst war mir nicht so übermäßig kalt. Mir sind die Hände (trotz Handschuhen) und das Gesicht ziemlich eingefroren und wir haben es dann auch nur ca 35 min ausgehalten, nicht nur wegen der Kälte sondern der Tauchplatz war auch nicht besonders gut gewählt da es nichts zu sehen gab außer schwarze Tiefe (Irgendwie schon beängstigend wenn man nichts sieht - nur schwarz: und man schwebt mittendrinn). Die Füße waren natürlich auch kalt aber das hatte ich nicht als so schlimm empfunden durch die Füsslinge (Schuhe die man bei jedem Tauchgang trägt).

Tauchen ist ein Sport den man niemals alleine machen sollte. Alleine schon aus Sicherheitsgründen ist es eigentlich ein Muss immer mit einem Partner tauchen zu gehen.

Es gibt viele Möglichkeiten tauchen zu lernen. Hierbei ist wahrscheinlich die beste und bekannteste PADI - diese wird überall auf der Welt anerkannt. Es gibt auch weitere unternehmen die Tauchkurse anbieten, die jedoch aber teilweise nicht überall anerkannt werden. Mit einem Kurs von PADI darf man überall auf der Welt tauchen. Einmal pro Jahr sollte man eine Ärztliche Untersuchung machen die dann im Logbuch eingetragen wird. Dies dient den Tauchbasen zur Kontrolle, ob man auch wirklich gesund ist - hier werden hauptsächlich die Lungenfunktion und die Ohren überprüft.

Natürlich sollte man als Taucher so vernünftig sein und mit einer Verkühlung nicht tauchen gehen. Wenn die Nase zu ist und man keine Luft bekommt, kann dies Probleme beim Druckausgleich machen und wenn man diesen nicht machen kann, kann es zu Ohrenschmerzen und schlimmeren kommen. Es gibt auch Menschen die nur sehr langsam abtauchen können, da sich die Ohren erst an den Druck gewöhnen müssen, aber ich gehöre eher zu denen die in kürzester zeit bis auf 20m abtauchen kann - das einzige ich muss regelmäßig alle paar Meter den Druckausgleich machen, dann habe ich keine Probleme. Jetzt wird vielleicht jemand denken 'warum soll ich so schnell runter'? - ist eine gute Frage, aber es gibt viele Wracks die ziemlich tief liegen und da ist es bessern schneller runterzugehen, da man da weniger Luft verbraucht und für den eigentlichen Tauchgang mehr Luft übrig hat, als wenn man schon alleine für den Abstieg 10min braucht.

Ich habe einige Erfahrung am Tauchen in Ägypten. Hier kommt es immer auch darauf an welche Tauchbasis man nimmt. Einige haben nur 1 Boot andere wieder haben mehrere Boote. Der Nachteil an einer Tauchbasis die nur 1 Boot hat ist, dass etwa 1x/Woche auch Schnorchelausflüge angeboten werden - diese fahren dann natürlich mit dem Boot mit und werden dann entweder auf einem schönen Schnorchelplatz ausgesetzt und dann wieder abgeholt oder sie schnorcheln direkt am Tauchplatz. Das ist natürlich nicht so lustig denn man kann sich an solchen Tagen nicht wirklich nach einem Tauchgang ausrasten, weil einfach kein Platz ist sich bequem hinzulegen.

Ein weiteres Problem bei einer Tauchbasis mit nur einem Boot ist, dass Anfänger auf dem gleichen Boot mitfahren und die gleichen Tauchplätze besuchen wie fortgeschrittene. Leider hatten wir im letzten Jahr so eine Tauchbasis, teilweise werden Tauchplätze angefahren die nicht sehr schön sein und auch kaputt, denn da können die Anfänger nichts mehr kaputt machen. Außerdem dürfen die Tauchgänge dann nur in 10-12m tiefe abgehalten werden. Denn für tiefere Tauchgänge braucht man schon den zweiten Kurs. Die Möglichkeit auch mal größere Fische zu sehen, besteht aber eher im tieferen Wasser - außerdem sind die Korallen usw. im tieferen Wasser - soweit vorhanden - auch noch etwas schöner und nicht so kaputt wie in den seichteren Gebieten. Nach zwei Tagen durften wir (ich mit einem Freund und einem weiteren Taucher aus England, er war Divemaster) alleine tauchen gehen. Diese Tauchgänge sind mir immer die liebsten, da muss ich nicht auf die Gruppe Rücksicht nehmen. Es ist auch nicht lustig wenn man Taucher dabei hat, die die Höhe einfach nicht halten können und den anderen auf den Kopf schlagen und das nicht nur einmal.

Alle Tauchgänge werden in einem Logbuch vermerkt, das jeder Taucher führt. Taucher die schon 1.000 oder mehr Tauchgänge gemacht haben, führen dieses Logbuch nicht mehr so genau. Aber ich freu mich jedes Mal einen Tauchgang mehr in mein Logbuch eintragen zu können. Bei den meisten Tauchbasen muss man auch zu Beginn einen Check-Dive machen. Da wird geprüft ob man gut tarieren (die Höhe halten) kann, ob man die Maske ausblasen kann. Dies ist wichtig, wenn zb ein anderer Taucher zu nahe kommt und unabsichtlich mit der Flosse in mein Gesicht schlägt und mir damit dann die Brille wegschlägt. In so einem Fall kann man natürlich nicht sofort auftauchen, sondern versucht einfach ruhig zu bleiben und die Brille wieder aufzusetzen und mit der Nase Luft in die Brille zu blasen und somit das Wasser aus der Brille rauszubekommen. So kann man danach ganz normal weitertauchen. Sollte die Brille weg sein und man findet sie nicht, versucht man den Partner oder jemand anderen auf sich aufmerksam zu machen der einem die Brille bringen kann oder einem vorsichtig und langsam an die Oberfläche führt.

Es ist beim Tauchen sehr wichtig langsam aufzutauchen. Es bilden sich im Körper Bläschen die schlimme Folgen haben können, wenn man nicht langsam genug auftaucht. Man kann sich das vorstellen wie eine Flasche Cola oder Mineralwasserflasche. Wenn man diese schüttelt hat man viele Perlen, wenn man dann die Flasche dann öffnet geht die Flasche über und die Flüssigkeit rinnt raus. Im Körper ist es sehr ähnlich, nur das die Flüssigkeit nicht raus kann und somit Schmerzen verursacht die man, wenn man Pech hat - ein Leben lang nicht mehr richtig wegbekommt.

Es gibt die Möglichkeit die Tauchprüfung im Inland oder im Urlaub zu machen. Ich persönlich finde es besser sie zu Hause zu machen. Wir hatten die Kurse über 4 Wochenenden jeden SA und SO und dazwischen recht viel zu lesen/lernen. Im Urlaub wäre mir das zu stressig, außerdem besteht auch die Gefahr der Sprachschwierigkeiten. ich glaube auch dass die Kurse und Prüfungen in Österreich bzw. in Deutschland genauer durchgeführt werden, als wenn man den Tauchkurs im Urlaubsland macht. Ohne Tauchausbildung darf man auch gar nicht tauchen gehen. Ein Taucher sollte mit Köpfchen und Verstand tauchen. Klar ist der Reiz groß sehr tief zu tauchen, trotzdem muss dabei die Sicherheit im Vordergrund stehen. Ich glaube auch dass dadurch die vielen Tauchunfälle bei uns am Attersee passieren, weil die Leute einfach nur Tief tauchen wollen und dabei die Sicherheit außer Acht lassen.

Die Unterwasserwelt habe ich noch gar nicht erwähnt: Es gibt soo viel zu sehen. Jedes Tier ist am Beginn ein Erlebnis. Mit der Zeit gewöhnt man sich irgendwie daran und ein Papageienfisch im roten Meer ist für mich nichts besonderes Meer. Sie sehen sehr schön aus, aber es gibt recht viele davon. Eine Schildkröte dagegen ist schon ein Erlebnis, da man diese nicht so oft zu sehen bekommt. Jeder Tauch möchte einmal einen Hai, Delphin, Teufelsrochen oder Wal oder ähnliches sehen, das sind aber Tiere die man selten sieht. Einen Hai durften wir schon bewundern - leider war er klein und recht weit weg. Was man im Roten Meer auch viel sehen kann sind Blaupunktrochen, Rotfeuerfische und Muränen. Die Blaupunktrochen sind Tiere die sich sehr schön Fotografieren lassen.

Trotzdem ist jeder Tauchgang ein Erlebnis für sich. Man freut sich sogar über kleine Schnecken, da diese ja sehr klein sind, schwimmt man leicht darüber hinweg ohne sie zu sehen.

So das sind erst mal die ersten Eindrücke. Bei Fragen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung. Ich hoffe ich habe Euch allen Lust gemacht einen Tauchkurs zu machen.

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